Immer diese guten Vorsätze fürs neue Jahr!

Am Neujahrstag wird das Wort „Diät“ 82 Prozent häufiger gegoogelt als an Durchschnittstagen – wie Forscher errechnet haben. Und auch in Fitnessstudios strömen neue Mitglieder/-innen traditionell vor allem zu Beginn eines Jahres. Aber auch im beruflichen Bereich nehmen sich Arbeitnehmer zu Beginn eines Jahres häufig vor, dass im neuen Jahr vieles anders wird, man gelassener oder aber besser organisiert sein wird. Doch warum  ist der Jahresanfang für viele Menschen ein magischer Moment und Anlass für Kurskorrekturen?

Wissenschaftler glauben, dass es uns an einem bedeutsamen Datum leichter­ fällt, uns psychologisch von unserem alten Ich zu entfernen. Von dem alten Ich, das Arbeit lieber auf morgen verschiebt, das seine Liebsten anschnauzt und mit größter Selbstverständlichkeit vor dem Schlafengehen noch eine große Packung Eiscreme löffelt. Mit diesem alten Ich soll im neuen Jahr Schluss sein. „Frischer-Start-Effekt“ – so nennen die Wissenschaftler dieses Phänomen. Schade nur, dass es uns oft nicht gelingt, diesen Anfangselan beizubehalten. Was aber kann man tun, damit man die guten Vorsätze auch im neuen Jahr durchhält? Prüfen, wie zu­kunftsfähig die Vorsätze sind. Hier 6 Prüfschritte, die dabei helfen können:

1. Wieviele gute Vorsätze habe ich?

Mit dem Rauchen aufhören, weniger und gesünder essen: Oft sind die Pläne, die wir zu Beginn des Jahres schmieden, zu ambitioniert. Höchste Zeit, den Enthusiasmus zu kanalisieren und einen Vorsatz auszusuchen,  den man wirklich realisiert. Das vergrößert die Erfolgs­chancen.

2. Warum will ich mich verändern?

Ich muss abnehmen,  sonst mache ich mich am Strand lächerlich! Unter­suchnungen zeigen: Veränderungen, die auf Schuldgefühlen oder Angst basieren, haben die geringste Chance auf Erfolg. Wenn wir gute Vorsätze fassen, betrifft das oft Dinge, die wir nicht mehr in unserem Leben haben wollen. Fragen sollte man sich aber lieber, wovon man mehr haben möchte. Werde ich wirklich dreimal die Woche joggen gehen, wenn ich nicht wirklich gerne laufe? Oder werde ich jeden Tag um sechs Uhr aufstehen, obwohl ich doch ein Abendmensch bin? Besser ist es also, sich kritisch zu fragen, welche Veränderung, die ich bis Ende des neuen Jahres erreicht haben möchte, liegt mir wirklich am Herzen?

3. Ist der Vorsatz konkret genug?

Vage formulierte Pläne wie „Ich will gesünder leben“ oder „Ich werde mich nicht mehr so unter Druck setzen“, sind zum Scheitern verurteilt. Besser ist es, die Vorsätze zu konkretisieren. Zum Beispiel: „Mittwoch und Freitag gehe ich vor dem Abendessen zwanzig Minuten joggen“. Auch hilft es, ein großes Ziel in viele kleine Ziele zu unterteilen, die man nach und nach erreicht. So werden kleine Erfolgserlebnisse generiert, die wiederum motivierend wirken.

4. Anderen erzählen, was man vorhat!

Je mehr Menschen von dem Vorhaben wissen, desto mehr Unterstützung kann man bekommen und desto größer sind die Erfolgschancen. Es wird ein ganzes Stück schwieriger, sich eine Zigarette anzuzünden, wenn jeder weiß, dass man eigentlich mit dem Rauchen aufhören will.

5. Wird 2019 ein hartes Jahr?

Wenn wir mit unseren Vorhaben scheitern – und das passiert letztlich in den meisten Fällen – kann unser Selbstbild leiden und wir fühlen uns deprimiert. Deshalb: Wenn es viele andere Dinge im Leben gibt, denen wir unsere Aufmerksamkeit widmen müssen, ist es wahrscheinlich klüger, Verhaltensänderungen zu verschieben.

6. Wie groß ist mein Durchhaltevermögen?

Es ist mühsam, das eigene Verhalten zu verändern. Studien haben gezeigt, dass immer mehrere Versuche nötig sind, um Erfolg zu haben. Deshalb ist es unklug, sofort das Handtuch zu werfen, wenn man einmal eine Verab­redung zum Sport nicht einhält oder vor einer Tüte Chips kapituliert. Wissenschaftler ra­ten dazu, „Rückschläge als unvermeid­bar zu betrachten und als Teil des Veränderungsprozesses zu akzeptieren“. Forscher fanden zum Beispiel heraus, dass angehende Nichtraucher zu scheitern drohen, wenn sie in „Alles oder Nichts“-Kategorien denken. Wer glaubt, er habe nicht genug Willens­kraft, weil er mal eine Zigarette geraucht hat, wird vorher aufgeben als je­mand, der darüber nachdenkt, wie es zu dieser einen Zigarette kommen konnte, um dann diese Situation in der Zukunft zu vermeiden.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung Ihres guten Vorsatzes für das neue Jahr.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: